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Kurzmitteilung

Schuld vs. Verantwortung

Da jeder Mensch alle Fähigkeiten hat, sich selbst, seine Welt – seine ganze Wahrnehmung – zu generieren, hat er auch die Verantwortung für sein Tun. Wenn dies bewusst ist, gibt es keine – KEINE – Schuldzuweisungen an „äussere“ Instanzen mehr, auch nicht an die Umwelt, die Terroristen, die Raucher, die Abgase, etc., nicht einmal an die Polititker.  Das so beliebte Gesellschaftsspiel, die Verantwortung auf Andere und Anderes abzuschieben, funktioniert nicht mehr.

Das heisst nicht, dass man niemanden mehr helfen soll, falls diese Person Hilfe will. Man kann und soll helfen, muss dafür aber keine Verantwortung übernehmen. Das führt sonst nur unnötigerweise zum allseits bekannten Helferfaschismus, wie ihn z.B. die Wohltätigkeitsorganisationen praktizieren oder zu Kriegen, die als Friedenmissionen getarnt werden.

Der Mensch ist ausschließlich und allein für seine Erfahrungen verantwortlich. Da es keine höhere Instanz als das Individuum gibt, gibt es natürlich auch keine Verantwortung „gegenüber“ jemanden, sondern nur gegenüber sich Selbst und diese Verantwortung beginnt bei den eigenen Gedanken und Überzeugungen.

Schuld ist sicher einer der modrigsten Sümpfe der menschlichen Glaubenssätze, denn sie lähmt nachhaltig und bringt gar nichts. Sinnvoller wäre es, die eigenen Glaubenssätze zu erkennen und bei Bedarf zu ändern. Das Drama mit der Schuld ist, dass sie schon ganz kleinen Kindern regelrecht eingeimpft wird und diese, sind sie mal durch die Schule und Universität gegangen, sich als dauer-schuldige Menschen begreifen:

Schuld für die Vergangenheit
Schuld für die dritte Welt
Schuld für die Verschwendung von „Ressourcen“
Schuld für die globale Erwärmung
Schuld für Arbeitslosigkeit
Schuld als Erbsünde
Schuld in Beziehungen
Schuld für eventuelle individuelle Nicht-Anpassung
Schuld, Schuld, Schuld….

Schuld, zusammen mit Scham und Reue, ist eine mehr als mangelhafte Interpretation menschlicher Erfahrungen. Schuld ist das Gegenteil von Liebe! Schuld erfordert Opfer, die immer als „unschuldig“ bezeichnet werden. Aber sowohl Opfer wie Täter sind zwei Seiten der gleichen Medaille und müssen BEIDE ihre Prämissen klären, falls sie ihre Erfahrungen ändern wollen. Und BEIDE sind verantwortlich für ihre Erfahrungen.

Anstatt in „Schuld“ zu erstarren, wäre es wesentlich sinnvoller, die eigenen Glaubenssätze zu erkennen und zu klären. Nur durch Einsicht, Erkenntnis und Er-leuchtung ist es möglich, die eigenen Erfahrungen so zu gestalten, wie sie den eigenen Vorlieben entsprechen und nicht mehr nur zu re-agieren – z.B. als Opfer oder Täter, sondern zu agieren. Das ist die Verantwortung eines jeden Menschen, denn er bestimmt seine Erfahrungen selbst, ob bewusst oder unbewusst, und das was gedacht, gefühlt – was „ausgesendet“ wird, kommt zurück, ungefähr so wie

„Der Himmel regnet über Gerechte und Ungerechte!“

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