main

Kurzmitteilung

Die Welt ist eine Scheibe

„Glauben Sie, dass es heute einen ähnlich bedeutsamen Irrtum gibt wie die Vorstellung, die Welt sei eine Scheibe? Wenn ja, welchen?“

Dies ist die zentrale Frage aus der Begrüßungs-Rede von Prof. Dr. Ing. Wolfgang ReitzleWeltscheibe
zur Eröffnung des Kongresses ,,Deutschland eine Generation weiter. ­ Die Zukunft hat schon begonnen“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der am 18. Mai 2009 in Berlin stattfand.  Die meistgenannten „Scheiben“ waren Kampf gegen Hunger und Unternernährung, Kampf gegen die Klimaerwärmung, schnellerer Zugang zum Internet für Entwicklungsländer oder Kampf gegen terroristische Bedrohungen…

Das sind die üblichen Gutmenschenbetroffenheiten, ohne dass diejenigen, die so betroffen sind, diese Annahmen auch nur einmal hinterfragen würden, ob es auch stimmt und vor allem was man selber damit zu tun hat. Dieser Kongress sollte jedenfalls zukünftige Entwicklungen beschreiben, die bis ins Jahr 2030 reichen. Das ist ein so naives Unterfangen, dass man sich wundern muss, ob diese „Wissenschaftler“ überhaupt denken. Kein Wissenschaftler hat die Entwicklung der letzten 50 Jahre vorhergesehen. Das überließen sie weniger gesponserten Menschen wie Filmemacher oder Autoren. Die von der Gesellschaft bezahlten Wissenschaftler jedenfalls haben bei weitem zu wenig Fantasie, um Entwicklungen auch nur annähernd voraussagen zu können. Aber eigentlich ist das auch nicht wichtig.

Wichtig ist allein, in der Gegenwart zu leben und die Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen auch im Hier und Jetzt zu haben, denn nur da kann man Dinge verändern, die dann natürlich auch für die „Zukunft“ gelten. Allerdings, ist man in der „Zukunft“ angekommen, dann ist es schon wieder die Gegenwart… Dasselbe gilt auch für die sogenannte Vergangenheit. Beide werden in der Gegenwart generiert – wortwörtlich!

Bei diesem Kongress setzten die meisten Teilnehmer auf das altbekannte „WIR“, das meines Erachtens nur eine faule Ausrede ist, selber intelligent zu werden. Bei keiner der Thesen kam die Entfaltung des Individuums zur Sprache und gerade diese passiert jetzt bei weiten Teilen der Bevölkerung und wird die Welt so nachhaltig verändern, dass sie nicht mit alten „Werten“ gemessen geschweige denn vorhergesagt werden kann. Diese Entfaltung zu mehr Intelligenz – Verstehen – wird bislang unbekannte Ressourcen freisetzen, die heute allerhöchstens als „Magie“ verstanden werden.  Deshalb ist es müßig, irgendwelche Vorhersagen für das Jahr 2030 zu machen. Es reicht vollkommen, bewusst im Hier und Jetzt zu leben!

KristallkugelWer also die eigene Zukunft kennen will, muss nur genau schauen, was er jetzt tut, denkt, fühlt, erhofft, befürchtet oder sich vorstellt. Das sind die Grundlagen seiner Zukunft. Und dann weiß er, was nicht nur jetzt ist, sondern auch kommen wird, sofern die Gedanken und Gefühle nicht geändert werden. So kann man leicht die Zukunft erkennen – ganz ohne Kristallkugel….

BTW: Dass die Welt als eine Scheibe aufgefassst wurde, ist kein Irrtum. Es ist eine Interpretation. Wir begreifen die Welt heute als Kugel, berücksichtigen dabei aber nicht die vielen Dimensionen der Erde, des Sonnensystems und des Universums. Für Wesen mit mehr Einsicht mag das ebenfalls als sehr naive Sicht der Dinge erscheinen….

,

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar