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Die Sprache

Die Sprache ist ein weiteres „mentales Werkzeug“ in einem physischen Bewusstseinsbereich und natürlich drückt sie das Denken aus. Das Denken selber ist eine Interpretation der direkten Wahrnehmungen, der Erfahrungen jeder Art, und bei Erfahrungen sozusagen mystischer Art ist die Interpretation oft schwierig, weil die Erfahrung ungewohnt ist und dementsprechend fehlen auch die Worte, sie auszudrücken und zu vermitteln, wenn das Gegenüber diese Art von Erfahrung nicht gemacht hat. Am ehesten schaffen das geniale Dichter, in dem sie Wortbilder entwerfen. Deshalb haben Jesus, Buddha etc. in Gleichnissen gesprochen. Gleichnisse braucht man nicht mehr, wenn der Gesprächspartner „selbsterkannt“ ist. Aber dann kann man sich gewissermaßen auch ohne Worte verstehen…

Aber da Sprache eines der wichtigsten Kommunikationsmittel ist – und eigentlich grenzt Sprache nicht ab, die Abgrenzung liegt  tiefer – ist es sinnvoll, die eigene Sprache zu kennen und zu wissen, was die Begriffe für einen selbst bedeuten, wie die Definitionen sind, denn die Definitionen sind die Grundlage der Glaubenssätze und diese wiederum beeinflussen sehr stark die Wahrnehmung.

Bei dieser Erkenntnis über die Sprache ist es oft hilfreich, Fremdsprachen zu können, denn gleiche Begriffe in verschiedenen Sprachen klären so manches auf. Auch etymologische Nachforschung erhellt die Begriffe und ihre ursprüngliche Bedeutung macht vieles klarer, z.B. bei dem Begriff „dichten, poesie“, der ursprünglich erschaffen bedeutete, oder bei dem Begriff „Wahrnehmung“ – etwas für wahr zu nehmen…

Von der Defintion über die Glaubenssätze zur Wahrnehmung…

Aber noch wichtiger als die Worte ist der Ton der Sprache, denn dieser drückt sehr deutlich aus, was der Mensch wirklich fühlt, glaubt und deshalb auch denkt. Das Timbre der Stimme – die Schwingung – ist vielleicht die deutlichste und unverfälschste Mitteilung in einem Gespräch.

DefinitionUnd warum nicht spielerisch mit der Sprache umgehen. Spielen bedeutet eigentlich ein Ausprobieren verschiedener Wahrscheinlichkeiten um so leichter die Eine auszuwählen, die gerade gefällt. Deshalb ist es oft erklärend, wenn man verschiedene Wahrscheinlichkeiten zuerst sprachlich oder schriftlich ausdrückt, bevor man sich festlegt.  Nebenbei bemerkt führen aus diesem Grund die angeprangerten Ballerspiele der Jugend  nicht zu mehr Gewalt, sondern eher zu weniger Gewalt.

Die Sprache ist ein sehr praktisches Werkzeug und anstatt sie als Erkenntnisinstrument durch Unachtsamkeit zu mindern halte ich es für sinnvoller, sie sehr stark zu erweitern, was vor allem bedeutet, zu wissen, was die Begriffe für einen Selbst bedeuten, welche Assoziationen man dazu hat – eben zu wissen, was man fühlt,  denkt und deshalb zu wissen, was man wirklich glaubt und in welche Richtung man deshalb geht. Das wird die Zukunft sein…

 

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