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Die Magie der Germanen

Rune ElhazLange Zeit wurden Rituale belächelt und als Aberglauben betrachtet. Doch gerade die moderne Psychologie hat den Damm dieser „modernen Ansichten“ durchbrochen. Sie wies nach, daß die Menschen kaum durch blosse Reden und Argumente beeinflusst werden können. Diese Erkenntnis führte zu der Frage: Wie kann man Menschen beeinflussen? Bei Untersuchungen stellte sich heraus, daß erst ein bestimmtes Tun und sinnvolle Symbole eine starke Beeinflussung ausüben  Die Propaganda und Werbung machen sich diese Erkenntnis zunutze. Die Psychologie stellte weiterhin fest, daß Vorbilder und angenommene Gewohnheiten eine grosse Rolle spielen. Dies zeichnet sich besonders im nachahmenden Verhalten und in sich wiederholenden Handlungen ab. Die regelmässige Wiederholung dieser Rituale bringt dann den gewünschten Erfolg.

Die Runenmagie weiss um diese Zusammenhänge und benutzt sie als verstärkendes Mittel zum Erfolg. Sie besteht nicht aus irgendwelchen Schnörkeln oder dubiosem Hokuspokus, sondern hat ganz konkrete und logische Grundlagen. Das beginnt schon beim Runen-Kanon, der in seiner Gesamtheit ein uraltes Symbol des Kosmos (Hag-All) ist. Das Symbol verkörpert also das, was in der Esoterik als ‚Makrokosmos‘ bezeichnet wird.

So beginnt die Einführung in die Runenmagie bei Irminen, die ein beträchtliches Wissen über Runen und ihre Anwendung zeigen. (Leider gibt es diese Website nicht mehr.) Dabei wird schnell klar, dass die Runenmagie der Germanen oder Huna , die Alchemie oder die Hermetik im Prinzip das Gleiche aussagen, auch wenn sie andere Mittel verwenden. Es ist traditionales esoterisches Wissen, das auch heute noch für die meisten Menschen geheim ist. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Mittel – also Runen oder was immer man nimmt – nur Symbole sind, Erlaubnisöffnungen sozusagen. Das Entscheidende sind die Gedanken und Gefühle des Menschen, der sich dieser Mittel  bedient.

So empfängt Odin die Runen

Ich weiß, dass ich hing
Am windigen Baum
Neun Nächte lang
Vom Speer verwundet
Dem Odin geweiht
Ich selbst mir selbst
Am Ast des Baumes
Von dem niemand weiß
Aus welcher Wurzel er spross.

Man gab mir weder
Brot noch Met
Da neigte ich mich nieder
Und nahm die Runen auf
Ich nahm sie schreiend
Und fiel zu Boden.

Zu gedeihen begann ich
Und nachzudenken
Wuchs und fühlte mich wohl
Wort aus dem Wort
Verlieh mir das Wort
Werk aus dem Werk
Verlieh mir das Werk.

Runen wirst du finden
Und lesbare Stäbe
Sehr starke Stäbe
Sehr mächtige Stäbe
Gefärbt von Fimbulthulr
Gegeben von den großen Göttern
Und geschnitzt vom höchsten Herrscher.

Havamal, 139-142

Runenmagie

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