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Feminismus und Gender Mainstreaming

Ende des letzten Jahrhunderts schien der Feminismus keine große Rolle mehr zu spielen. Die legale Gleichberechtigung war schon seit geraumer Zeit erreicht und es gab keinen Grund mehr, Frauen weiterhin als Opfer der Männer zu begreifen. Das hat sich im Zuge der Neuen Weltordnung zu Beginn des jetzigen Jahrhunderts schlagartig verändert. Frauen sind wieder die Opfer und müssen über das Gender Mainstreaming gleichgestellt werden.

„Gender-Mainstreaming unterscheidet sich von expliziter Frauenpolitik dadurch, dass beide Geschlechter gleichermaßen in die Konzeptgestaltung einbezogen werden sollen.“ Wikipedia Da fragt man sich natürlich, wer gestaltet das „Konzept“?

Offiziell sollen „beide Geschlechter“ berücksichtigt werden, aber es wird schnell klar, dass Frauen bevorzugt berücksichtigt werden sollen und dass Gender Mainstreaming eine Fortführung des Feminismus unter anderer Flagge ist.  „Die Zugehörigkeit zum weiblichen oder männlichen Geschlecht ist noch immer eine der prägendsten und bedeutsamsten gesellschaftlichen Unterscheidungen“ schreibt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Familie, Senioren, Frauen und Jugend“? Ist das Bundesministerium für Männer nicht zuständig?  Haben die im Bundesministerium keinen Platz oder sind sie gar die Initiatoren des „Konzepts“?

Weiterhin gibt es bei diesem Bundesministerium für spezielle Gruppen eine Aufstellung über den Unterschied zwischen Gender Mainstreaming und Frauenpolitik:  „Gender Mainstreaming führt jedoch dann zu gezielter Frauen- oder Männerförderungspolitik, wenn sich aus der Analyse ergibt, dass vor allem geschlechtsspezifische Benachteiligungen zu Lasten eines Geschlechts abzubauen sind.“ Da das Bundesministerium für Männer nicht zuständig ist, kann es sich nur um Benachteiligungen bei Frauen handeln. Nebenbei bemerkt… Was die „Senioren“ betrifft, so müsste man ihnen – Männern wie Frauen – nur ihre selbstverdiente Rente im vollen Umfang auszahlen, um sie „gleich zu stellen“.

Das Bundesministerium führt weiter aus: Der Gender-Mainstreaming-Prozess macht institutionelle Frauenpolitik keinesfalls überflüssig, da die vorliegenden Analysen gezeigt haben, dass Frauen in weiten Bereichen noch benachteiligt sind. Das Instrument der Frauenförderung wird daher noch lange angewandt werden müssen! Neu ist, dass der Gender-Mainstreaming-Ansatz auch die Situation der Männer in unserer Gesellschaft mit in die Analyse einbezieht.

Ja ja, blablabla, und so weiter. Viele Worte um einen Kontrollmechanismus für beide Geschlechter zu installieren, der über die Schiene des Feminismus läuft und nur mit anderen Begriffen bezeichnet wird. Es werden viele Worte gebraucht, um Gender Mainstreaming populär zu machen. In Wirklichkeit dient die angebliche Benachteiligung der Frauen  nur dazu, die Männer ebenfalls zu „Opfern“ zu machen – flächendeckend. Und was kann man besser manipulieren als Opfer!

Heute müssten eigentlich Frauen wie Männer verstehen, dass alle Qualitäten – die Weiblichen wie die Männlichen – notwendig sind, um die Herausforderungen dieser Zeit zu meistern. Intuition und Emotion, die als weiblich bezeichnet werden und Ratio, die als männlich gilt, sind menschliche Qualitäten, die beide Geschlechter aktivieren müssen, wenn sie selbstbestimmt leben wollen. Außerdem ist Akzeptanz, Wertschätzung und Erkenntnis  – Liebe – erforderlich, um ein erfülltes Leben zu leben und das gilt ebenfalls für Männer wie für Frauen. So lange diese Qualitäten nicht gelebt werden, wird es keine „Gleichstellung“ geben, weder für „Senioren, Frauen und Jugend“ und auch nicht für Männer…

Ich halte den Feminismus und das Gender Mainstreaming für einen der Machtmechanismen der Neuen Weltordnung (NWO), welche auf diese Weise noch mehr Kontrolle über die Menschen ausüben will. Letztendlich zielt es auf eine Kontrolle der Sexualität ab und wer die Sexualität kontrolliert – die Lebenskraft, die weit mehr ist als nur der sexuelle Akt – kontrolliert die Menschen. Ich plädiere dafür, sich selbst zu emanzipieren und alle Diktate von „oben“ zu ignorieren. Das selbstständige Denken, fühlen, wahrnehmen wird zu einer Gesellschaft führen, in der nicht nur alle „gleichgestellt“ sind, sondern dies auch wissen und sich vor keinen Karren mehr spannen lassen, den sich irgendwelche „Eliten“ zum eigenen Vorteil ausgedacht haben…

Alle Ideologien, ob religiöse oder politische, sind idiotisch, denn es ist das begriffliche Denken, das begriffliche Wort, das die Menschen auf so unglückliche Weise gespalten hat. Krishnamurti

Bild: Femini-zi-smus

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