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Kurzmitteilung

Frauenemanzipation

Osho war ein Gegner der Emanzipation der Frauen, so wie sie praktiziert wurde und noch wird. Und wenn er von “mehr Weiblichkeit” spricht, so handelt es sich ganz sicher um die Qualitäten, die als weiblich bezeichnet werden, wie z.B. Emotion und Intuition,die aber natürlich für Männer wie Frauen gelten  und die jetzt langsam an die Oberfläche steigen. Alle Qualitäten sind für beide Geschlechter gültig. Die Einteilungen in „männlich“ und „weiblich“ folgen nur tradierten und außerdem verwirrten Glaubenssätzen…

MetopeFrage an Osho: Warum kritisierst du die Frauenbefreiungsbewegung?

Die Frauenbefreiungsbewegung ist keine richtige Befreiungsbewegung. Tatsächlich ist sie das genaue Gegenteil: Sie versucht, es den Männern nachzumachen, genauso hart wie die Männer zu werden und all das zu tun, was die Männer tun.

Aber ihr müßt euch eines merken: Wenn die Frauen versuchen, die Männer zu imitieren, werden sie immer nur Kopien sein. Sie werden keine Erfüllung finden, werden ihr volles Potential nicht verwirklichen. Sie werden immer hinterherhinken. Und vor allem werden sie dadurch häßlich!

Die wahre Befreiungsbewegung hat noch nicht einmal begonnen. Bei der wahren Befreiungsbewegung wird es darum gehen, daß die Frauen mehr und mehr weiblich werden, daß sie sich in ihrer Wesenhaftigkeit verankern und nicht den Männern aus Vergeltung, aus Reaktion, aus Rebellion nacheifern – das ist nur dumm. Reaktion bringt überhaupt nichts. Die Frau muß sie selbst werden. Und nicht nur das: Die Frau muß nicht nur ganz sie selbst sein, sie muß auch dem Mann helfen, weiblicher zu werden. Nicht nur die Frau muß von den Männern befreit werden, auch der Mann muß von den Männern befreit werden.

Es besteht die große Notwendigkeit für eine Männerbefreiungsbewegung – keine Befreiung von den Frauen, sondern eine Befreiung von all dem Unfug, der den Männern seit ewigen Zeiten beigebracht wurde: »Seid hart! Seid wie Stahl! Gebt nicht nach! Zerbrecht lieber, als daß ihr nachgebt!« Man hat den Männern beigebracht, hart wie Stein zu sein. Der Mann hat so viel versäumt!

Und jetzt folgt ihm die Frau auf der gleichen Spur. Das ist eine gefährliche Situation. Wenn die Frauen es den Männern gleichtun, werden sie doch immer nur Bürger zweiter Klasse sein. Sie werden nie Gleichheit mit dem Mann erreichen. Und nicht nur das: Wenn sie den Männern nacheifern und hart werden, wie es die Emanzen tun – ihre Gesichtszüge sind hart, ihr Körper verliert seine Rundungen, seine Weichheit und Verletzlichkeit, sie werden immer zorniger und immer weniger liebevoll –, dann droht die Gefahr, daß es das Ende der ganzen Menschheit bedeuten könnte, falls es soweit kommt.

Die einzige Hoffnung für die Menschheit besteht in der weiblichen Qualität – die einzige Hoffnung! Es gibt keine Hoffnung bei Friedrich Nietzsche, Adolf Hitler, Benito Mussolini. Die Hoffnung liegt bei Buddha, Chaitanya, Meera – bei einer völlig anderen Sorte von Menschen. Wir müssen Männern und Frauen helfen, zu einer liebevollen, weiblichen Qualität zu finden.

Das Wichtigste wird sein, aus den Menschen ein bißchen mehr Weiblichkeit, ein weicheres Herz hervorzuholen – aus den Männern ebenso wie aus den Frauen. Ein bißchen mehr von einer wasserähnlichen, fließenden Qualität. Ihr müßt nicht wie Steine sein! Bitte, werdet wie Wasser. Laotse nennt seinen Pfad den »Weg des Wasserlaufs« – flüssig, sanft, feminin, widerstandslos, fließend, dynamisch…

Osho
Die (Un)Heilige Ehe

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