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Kooperation statt Gemein-schaft

Der Einzelne schuldet weder dem Staat, der eine Maschine ist, höchste Treue, noch der Gemeinschaft, die nur ein Teil des Lebens und nicht das ganze Leben ist. Seine Lehnspflicht muss der Wahrheit gehören, dem Selbst, dem Geiste, dem Göttlichen in sich und in allen: Sein wirkliches Daseinsziel darf nicht darin bestehen, sich der Masse unterzuordnen oder sich in ihr zu verlieren, sondern diese Wahrheit des Seins in sich selbst zu finden und auszudrücken und hilft dadurch der Gemeinschaft, der Menschheit, ihre eigene Wahrheit und Fülle des Seins zu finden. Sri Aurobindo

LichtträgerJa. Ich stimme Sri Aurobindo vollkommen zu. Der „Wir-Mensch“ oder der unentfaltete Mensch, ist den Strömungen der Gemein-schaft hilflos ausgeliefert und diese Strömungen bestehen hauptsächlich aus Ängsten, durchtränkt von ein wenig Hoffnung. Die einzigen Sternstunden eines Wir-Menschen bestehen aus Sex und materiellem Gewinn. Möglicherweise wird das ganze mit „Kultur“ veredelt, aber letztendlich bleibt es ein Leben, das nicht selbstbestimmt ist, egal wie individualistisch sich so ein Mensch gibt.

Kein Wunder, dass diese Art von Gemeinschaft versucht, die Ereignisse – oder die Strömungen – zu kontrollieren. So wurde in letzter Zeit das Bankgeheimnis aufgehoben, die Überwachung des Individuums erlaubt, der Fingerabdruck wird abgenommen und mehr und das alles im Namen der Sicherheit der Gemein-schaft.  Das Individuum ist dabei nur noch ein Bauer in einem Spiel, das von Wenigen, ebenfalls verängstigten Menschen bestimmt wird. Das Individuum wird einer „größeren Sache“ – dem Wir – geopfert und Opfer im Namen irgendeiner Sache sind das Schäbigste, was es überhaupt gibt.

Kooperation statt Gemein-schaft

Nichts ist größer als ein Individuum. Deshalb ist die Entfaltung seiner Selbst das oberste Gebot,  jedenfalls für denjenigen, der nicht den allgemeinen Strömungen ausgeliefert sein will. Und nichts ist wichtiger, als sich gut zu fühlen! Deshalb muss man sich um sich SELBST kümmern und erst dann ist man fähig, zur sogenannten Gemein-schaft beitzutragen, nicht als „Leistungsträger“, sondern gewissermaßen als Lichtträger – Träger von Wissen, Erkenntnis und Liebe.  Und erst dann ist freiwillige Kooperation möglich – Kooperation statt gemein-sames zusammenrotten in der Angst.

 

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